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Klasse 8c siegt beim Fußballturnier Förderschule organisierte ein spannendes Turnier
„Los Stefan, schieß!" Laut feuerten die Schüler ihre Klassenkameraden am Mittwoch beim Hallenturnier zwischen den Schulen an. Doch nicht nur die Spieler standen unter Druck. Für die Jugendlichen aus der 9. Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ) ging es um mehr als nur Fußball. Die Durchführung des Turniers im Rahmen einer Projektarbeit zählt zu der Prüfung, mit der sie den Hauptschulabschluss erreichen können. „Wir begrüßen alle herzlich zu unserem Hallenturnier", eröffnete Schülerin Franziska Boxhorn, die gemeinsam mit ihrem Klassenkameraden Matthias Deschinger das Turnier moderierte, die schulübergreifende Veranstaltung. Angetreten waren die Fußballmannschaft des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ), eine 8. Klasse des Benedikt-Stattler Gymnasiums (BSG), sowie eine 8. und eine 9. Klasse der Mittelschule. Gespielt wurde jeder gegen jeden, nach sechs Spielen fand die Preisverleihung statt. Das Turnier war geprägt vom guten Miteinander der Schulen, dennoch schenkten sich die Schüler auf dem Platz nichts. Die grünen Bälle waren zu jeder Zeit hart umkämpft, Schiedsrichter Robert Riedl, Lehrer am SFZ, musste das eine oder andere Mal abpfeifen. Gerade die Mannschaft des SFZ hatte oft Pech, zweimal erhielten sie in der letzten Minute den Treffer zum Ausgleich. So konnten sie lediglich zwei Punkte aus zwei Unentschieden holen und durften nur die Medaille für den 4. Platz mit nach Hause nehmen. Vor ihnen platzierte sich die 9. Klasse der Mittelschule mit einem Punkt Vorsprung. Souveräner Sieger wurde die 8. Klasse der Mittelschule, die nur gegen das SFZ ein Unentschieden hinnehmen musste. Turnier als eine Prüfung für den Hauptschulabschluss Auf den ersten Blick handelte es sich um ein ganz normales Hallenturnier. Besonders aber war, dass die komplette Organisation in den Händen der 9. Klasse des SFZ lag. Dies hängt mit einer Neuerung im Schulsystem zusammen: Erstmals können die Schüler der Förderschulen in Bayern in diesem Jahr den Hauptschulabschluss ablegen. Dafür müssen sie Prüfungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und in Berufs- und Lebensorientierung (BLO) ablegen. Außerdem müssen sie eine Projektprüfung durchführen. Die Schüler des SFZ in Bad Kötzting übernahmen deshalb die Organisation des Hallenturniers. Planung und Durchführung Teil der Abschlussnote Mit der Planung des Projekts „Hallenturnier" begann man vor zwei Wochen. Die zehn Schüler wurden dafür in fünf Teams eingeteilt, die sich um folgende Bereiche kümmerten: Verpflegung, Einladung und Mobiliar; Vorbereitung und Durchführung der Siegerehrung; Bereitstellung aller Utensilien; Moderation und Spielplanerstellung. Durchgeführt wurde das Projekt unter Leitung von Klassenlehrer Helmut Koller. Nach der Verteilung der Aufgaben musste jeder Schüler selbstständig seine Aufgaben erarbeiten sowie einen Zeitplan zur Durchführung erstellen. So musste beispielsweise das Team „Verpflegung" eine Speisekarte erstellen, die Gerichte vorbereiten und eine Abrechnung erstellen. Während des Projekts wurden die Schüler von Lehrkräften beobachtet und bewertet. Nach Abschluss des Turniers müssen sie eine Projektmappe ausfüllen, die ebenfalls in die Bewertung miteinfließt. Die Projektnote zählt im Abschlusszeugnis doppelt so viel wie die Noten aus den einzelnen Fachprüfungen. Die Fachprüfungen stehen gegen Ende des Schuljahres an. Zum Bestehen des Hauptschulabschlusses ist ein Notenschnitt von mindestens 4,0 in den Prüfungen notwendig. Die Teilnahme an den Prüfungen zum Hauptschulabschluss ist freiwillig. Gerade die Prüfungsaufgaben in Mathematik seien nicht einfach zu lösen, wie Veronika Nerud, Rektorin des SFZ erklärte. Wer die Prüfungen nicht besteht, habe allerdings die Möglichkeit, den Abschluss an der Berufsförderschule nachzuholen.
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