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"Anstrengungen lohnen sich auf alle Fälle" Rektor Aumann, Lehrer Fischer und Schüler stellen den M-Zug an der Mittelschule Bad Kötzting vor
Welche Zugangsvoraussetzungen für den Übertritt in den M-Zug wichtig sind und welche Perspektiven sich später den Absolventen eröffnen, das waren die Schwerpunktthemen des Informationsabends an der Karl-Peter- Obermaier-Mittelschule. Schulleitung, Lehrer Markus Fischer und zwei Schüler der Klasse 10 informierten über den M-Zug, der zur Erlangung der Mittleren Reife führt. Dieser Weg könne die erfolgreichen M-Schüler/innen über die Berufsoberschule (BOS) bis hin zur Hochschulreife und damit zur Zulassung für ein Studium führen, so die Feststellung des Schulleiters. Auch im nächsten Jahr würden an der Mittelschule Bad Kötzting eine M7, eine M8, eine M9 und eine M10-Klasse eingerichtet. Damit verfüge die Schule weiterhin über einen kompletten M-Zug, so Rektor Michael Aumann. Längst sei das Gymnasium nicht mehr der Königsweg. Heutzutage kämen bis zu 50 Prozent der Studenten über den 2. Bildungsweg zur Uni. Die Mittelschule, deren Schüler/innen aus dem gesamten Altlandkreis Kötzting kämen, biete bis zu sechs verschiedene Abschlüsse an. Rektor Aumann machte klar, dass man an seiner Schule in vier Jahren zur Mittleren Reife durch den M-Zug gelangen könne. Geeignet sei dieser vor allem für Schüler/innen mit praktischer Begabung. Außerdem sei dieser Mittlere Bildungsweg ein geradezu klassischer Weg für alle, die nach der 4. Klasse noch nicht übertrittsreif seien, weil sie sogenannte „Spätzünder" sind. Schüler berichteten Lisa Weißthanner und Stefan Klein aus der Klasse 10M berichteten anschließend über ihre Erfahrungen im M-Zug. „Ich war nach der 4. Klasse keine große Leuchte", gestand Stefan Klein, der das Lernen zunächst als Nebensache betrachtete. Später habe er dann gemerkt, dass er nicht für Schule und Eltern, sondern für sein späteres Leben Lernziele verfolgen sollte. Er zeigte in seinem Bericht auch die Wichtigkeit der Praktika auf, die ihm erst die Augen geöffnet hätten. In der 9. Klasse des M-Zuges sollte man zusätzlich den Quali machen, um mehr Berufssicherheit zu haben. Lisa Weißthanner machte deutlich, dass sie in der 8. Klasse gemerkt habe, wofür es sich lohne, zu lernen. Im M-Zug, so betonten beide, werde zwar ein erhöhtes Anforderungsniveau verlangt, was mehr Lernen, schnelleres Arbeiten und mehr Fleiß bedeute. Letztlich würden sich aber diese Anstrengungen lohnen. Stefan Klein ließ wissen, dass er schon einen Ausbildungsplatz als Bankkaufmann im Landkreis Cham erhalten habe („ohne Mittlere Reife hätte ich wohl keine Chance gehabt") und Lisa Weißthanner hat bereits einen Ausbildungsberuf als Pharmazeutische technische Assistentin (PTA), „ihren Traumberuf", in Aussicht. Rektor Aumann stellte vor allem die Durchlässigkeit zwischen M-Klassen und Regelklassen heraus, was bedeute, dass ein Schüler die Möglichkeit habe, jedes Jahr in eine M-Klasse überzutreten oder in eine Regelklasse zurückzukehren. Er bleibe an derselben Schule und in der für ihn gewohnten Umgebung. In der Regel erfolge der Einstieg in den M-Zug nach der 6. Regelklasse. Schüler der 9. Regelklassen dürfen in die M10 übertreten, wenn sie einen guten Quali abgelegt haben. Zulassungsvoraussetzungen Für die 7. Klasse des M-Zuges müsse im Zwischenzeugnis der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch bei 2,66, für die Klassen M 8 und M 9 bei 2,33 liegen. Wer unter diesem Notendurchschnitt liege, müsse sich einer Aufnahmeprüfung unterziehen. Meldeschluss für die Aufnahme in den M-Zug der Mittelschule sei der 28. Februar dieses Jahres. Der Klassenlehrer der Klasse 9M, Markus Fischer, erklärte, dass eine Aufnahmeprüfung in den M-Zug erforderlich werde, wenn der Schüler/die Schülerin den erforderlichen Notendurchschnitt nicht erreichen. Entschied früher über die Aufnahme in den M-Zug die Lehrerkonferenz, so sei ab dem Schuljahr 2010/2011 eine Aufnahmeprüfung vorgeschrieben. Die Aufgabenstellungen für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik erfolgen jetzt einheitlich durch das Staatliche Schulamt. Damit solle erreicht werden, dass nicht jede Mittelschule ihr „eigenes Süppchen" koche.
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