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Bad Kötzting. (fa) Alle drei Kreissieger im Vorlesewettbewerb des Börsen Vereins des Deutschen Buchhandels kommen heuer aus Bad Kötzting: Veronika Greil bei den Hauptschülern, Laura Heinrich (BSG) bei den Realschülern und Gymnasiasten und Jasmin Feurer bei den Förderschülern. Knapp drei Stunden Spannung und Unterhaltung pur bot der Wettbewerb, den die Buchhandlung Oex-ler gestern in bewährter Weise im HdG-Balkenzimmer ausrichtete. Inhaber Wilfried Oexler gratulierte den 20 Teilnehmern schon vorab, denn als Schulsieger gehörten sie „zu den Kindern, die regelmäßig ein Buch in die Hand nehmen". Nach seinen Ausführungen ist das Medium Buch trotz Computer und Internet nicht aus der Mode gekommen, eher das Gegenteil ist der Fall: Die Verkaufszahlen in den Buchhandlungen steigen wieder. Und das ist gut so, denn für Oexler gehört die Lesefertigkeit zu den Schlüsselqualifikationen junger Menschen: Wer liest, sei auch sprachlich gewandt und könne daraus später im Berufsleben Nutzen ziehen.

20 Teilnehmer umfasste das Feld beim Kreisfinale im Vorlesewettbewerb 2009/10, wobei die Mädchen mit 15 eine Dreiviertel-Mehrheit stellten. In der Kategorie der Förderschüler traten erstmals zwei Bewerber an, bei den Hauptschülern waren es elf und bei den Realschülern und Gymnasiasten sieben. In der ersten Runde durften die Sechst-klässler den vorbereiteten Text aus einem Buch ihrer Wahl vortragen. Die zahlreich versammelten Zuhörer, hauptsächlich Familienangehörige, bekamen Auszüge aus der bunten Welt der Jugendliteratur geboten. Klassiker waren genauso vertreten wie Zeitgenössisches - spannende Geschichten, Unglaubliches und allerhand zum Schmunzeln. Die Qualität der Vorträge stand insgesamt auf gutem Niveau, wobei einige Teilnehmer sich doch merklich abhoben, sei es in der Textgestaltung, im Textverständnis oder auch in der Lesetechnik. Dass die fünfköpfige Jury (Wally Kutscher vom JvFG Cham, Norbert Hofmann von der Hauptschule Bad Kötzting, Gymnasiallehrerin a.D. Vroni Häring aus Bad Kötzting sowie die Redakteure Alois Dachs und Franz Amberger) die Besten für eine zweite Runde auswählte, hat zwei gute Gründe: Lesefertigkeit zeigt sich vor allem beim Umgang mit einem unbekannten Text und der ist auf Bezirksebene Pflicht. Die Finalisten bekamen alle die gleiche Passage vorgelegt, so dass der direkte Vergleich ein objektives Urteil ermöglichte und das Gesamtbild abrundete. Die drei Kreissieger durften aus der Hand von Wilfried Oexler einen Buchgutschein in Empfang nehmen, aber auch die übrigen Teilnehmer gingen nicht leer aus: Alle bekamen zur obligatorischen Urkunde ein Buchgeschenk. Für Jasmin Feurer endet der Wettbewerb mit dem Kreissieg. Veronika Greil und Laura Heinrich vertreten bereits im März die Farben des Landkreises Cham beim Bezirksentscheid in Regensburg.
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