Aus der "Käseglocke" in dei Arbeitswelt
Fleiß und Ausdauer: Mittelschüler schließen jahresbegleitendes Praktikum bei Dorst ab


abschluss Dorst


 Erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sind für Schüler besonders wichtig. Doch ein paar Tage Praktikum geben nur wenig Einblick in Betriebe und Firmen. Die Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule und die Firma Dorst Technologies haben da eine bessere Idee: In Rahmen von „Lernen im Betrieb“ lassen sie Schüler ein ganzes Jahr alle zwei Wochen in die Arbeit vom Industriemechaniker bis zum Elektroniker schnuppern.

Recht jung sehen die Achtklässler zum Teil noch aus, die am Montagabend mit ihren Eltern, Schulleiter Michael Aumann und Klassenlehrer Johannes Reutner in den Räumen des Betriebes Urkunden und ihre Werkstücke entgegennehmen durften. Jeder hatte während des jahresbegleitenden Praktikums eine kleine Lokomotive hergestellt. „Dahinter steckt viel Fleiß und Ausdauer“, wusste Ausbildungsleiter Ernst Gogeißl die Anstrengung der Schüler zu schätzen. Er hat mit Peter Muhr und Josef Stücker sowie einigen Lehrlingen die acht Schüler bei ihrer Arbeit unterstützt. 20 Schüler hatten sich für das Praktikum beworben, übrig blieben acht, die den Eingangstest erfolgreich bestanden hatten – darunter ein Mädchen.

Was die Schüler bei ihrem Praktikum alles gemacht haben, das sollten am Montag auch ihre Eltern sehen. Werksleiter Martin Dachs betonte, wie wichtig die Eltern als Ansprechpartner bei der Berufswahl seien. „Betrieb, Schule und Eltern – das sind die drei Säulen einer Ausbildung“, hob auch Ausbildungsleiter Gogeißl hervor und präsentierte die Firma Dorst mittels Powerpoint und Produktionsvideos. Mit den Abteilungen von Keramik, Sanitär und Geschirr über Hartmetalle und Sonderwerkstoffe bis hin zum Service ermöglicht die Firma Ausbildungen zum Industriemechaniker, Elektroniker und Mechatroniker.

Vom Praktikumsprojekt „Lernen im Betrieb“ profitieren Schule/Schüler und Betrieb. „Ihr habt viel dazugelernt, seid selbstständiger und arbeitet besser zusammen“, bilanzierte Klassenlehrer Johannes Reutner. Für die Schule sei dieses Praktikum ein Zugewinn, vor allem wenn sich Ausbildungsverhältnisse daraus ergeben.

Hier hat wiederum auch die Firma Dorst einen Vorteil: Sie merkt nämlich schon während des Praktikums, ob der Schüler dafür geeignet ist. Der Betrieb bemüht sich, den Schülern ein Gefühl dafür zu geben, was in der Arbeitswelt gefordert wird. „Der Schritt aus der Käseglocke Schule und Elternhaus hinein in die Arbeitswelt ist nicht immer leicht“, so Ausbildungsleiter Ernst Gogeißl. Er stellte aber auch klar: „Ihr müsst Bereitschaft und Engagement mitbringen – und auch die Noten müssen passen.“

Abschließend wurden Schüler und Eltern durch den Betrieb geführt. Und wer weiß – vielleicht beginnt der ein oder andere Achtklässler hier in wenigen Jahren seine Ausbildung.


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