Entscheidungshilfen zur Berufswahl
Elternabend zeigte viele Möglichkeiten auf


berufswahlabend 2013


„Ich hoffe, dass Sie auf dem Weg zum Beruf ein Stück weiterkommen“, sagte Rektor Michael Aumann am Mittwoch beim Berufswahlabend an der Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule. Referenten aus verschiedenen Betrieben, Schulen und Einrichtungen gaben an diesem Abend Hilfestellung bei der Berufswahl der künftigen Schulabgänger. Der Berufsberater der Agentur für Arbeit legte Schulabgängern und deren Eltern nahe, dass man auch einen „Plan B“ ins Kalkül ziehen sollte – nämlich für den Fall, der der angestrebte Berufswunsch nicht verwirklicht werden kann.

Rektor Aumann richtete eine Dankadresse an Berufsberater Jürgen Ziereis von der Agentur für Arbeit und an die zwölf Referenten aus den Betrieben, die zu diesem Berufswahlabend gekommen waren und den Teilnehmern Einblick in verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten gaben.

Berufsberater Jürgen Ziereis führte aus, dass die Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Regelschule und die der 8M und 9M (M-Zug) an der örtlichen Mittelschule an diesem Abend Informationen zur Berufsausbildung aus erster Hand durch die Ausbildungsbetriebe erhalten würden. Der Sprecher zeigte anhand einer Folie auf, dass sich die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis erheblich verbessert habe. Derzeit stünden 1 500 Ausbildungsstellen knapp 1 000 Bewerbern gegenüber. Diese positive Entwicklung beschränkte Ziereis allerdings auf die Metallberufe und auf das Angebot im Gewerbe. Im Landkreis würden einige Berufe (zum Beispiel IT- und kreative Berufe) erst gar nicht angeboten. Eine ungünstige Ausbildungssituation sei auch bei medizinischen Berufen (ärztliche oder zahnärztliche Fachangestellte) festzustellen. Ziereis beklagte aber auch, dass rund ein Viertel aller Ausbildungsverträge von den Auszubildenden vorzeitig abgebrochen werden, nachdem sie festgestellt haben, dass sie den falschen Beruf gewählt haben.

Was könne man den Schulabgängern folglich als Tipps für ihre Berufswahl geben? Man sollte auch einen „Plan B“ parat haben. Praktika hätten sich bewährt und seien sehr wichtig. Man sollte auf alle Fälle nach Überbrückungsmöglichkeiten suchen. Es gelte, nicht zu früh zu resignieren. Wichtig: Bewerbungstermine seien zwingend einzuhalten und es gelte, sich in der Schule noch mehr anzustrengen. Ziereis: „Gute Noten sind nicht alles, aber doch sehr wichtig.“

Zu guter Letzt kam der Berufsberater von der Arbeitsagentur zu dem Fazit, dass die wichtigste Entscheidungshilfe für die Berufswahl eines Kindes von den Eltern käme, wobei auch Geschwister oder Freund/Freundin ihre Impulse mit einfließen ließen. Jedenfalls gab Ziereis den Eltern den Tipp mit auf dem Weg, ihre Kinder bei der Berufsfindung zu unterstützen und sie zur Berufsberatung begleiten. Eine Hilfestellung könne auch darin bestehen, über ihre eigenen Erfahrungen bei der Berufswahl zu berichten. Unter Umständen sollte man den Hauptschulabschluss nachholen. Es sei manchmal ein langer Weg zum richtigen Arbeitsplatz.

Der Berufsberater wies auch nur auf die begleitende Unterstützung durch die Agentur für Arbeit hin. In diesem Zusammenhang nannte er Berufsorientierung, Berufswahl und Bewerbung. Seine Behörde könnte auch bestimmte Nachhilfen anbieten und in besonders gelagerten Fällen gewähre diese auch finanzielle Unterstützung.

An diesem Berufsbildungsabend beteiligten sich zeitversetzt zahlreiche Referenten, die nach der Einführung durch Jürgen Ziereis in den Klassenzimmern nähere Informationen über den jeweiligen angestrebten Beruf gaben.


Copyright © 2017 Homepage der Mittelschule Bad Kötzting. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com